google-site-verification: googledcf676ed998ea2a2.html
 
  • Dr. Cihat Cengiz

Weihnachtszeit: Die Ruhe vor dem Sturm? Parallelen zwischen Kindern mit Autismus, ADHS und Epilepsie

Kinder mit Autismus, ADHS oder Epilepsie verhalten sich in dieser Jahreszeit ungewöhnlich anders, haben mehr Anfälle und zeigen zum Teil ein aggressives Verhalten auf, welches mit einer Überempfindlichkeit gegenüber Umweltreizen zusammenhängen kann.

Die 🦁 Symba Eltern-Kinder-App 🦁 📱 ermöglicht es, diese Umweltreize angemessen zu dokumentieren. Es hilft Ihnen, ihr Kind besser zu verstehen und die Therapie durch eine bessere Kommunikation zum Kinderarzt (Kinderneurologen) zu verbessern – nicht nur während der Weihnachtszeit🎅🏼🎄


Kinder, bei denen Autismus, ADHS oder Epilepsie diagnostiziert wurde, haben in der Regel Schwierigkeiten ihre Bedürfnisse und Gefühle adäquat zu kommunizieren oder zu sortieren – vor allem wenn Sie mit erhöhten Umweltreizen zu kämpfen haben. Diese Aspekte können dazu führen, dass sie eher zu aggressivem Verhalten neigen oder einen schweren Anfall erleiden.


Wenn sich Ihr Kind ungewöhnlich oder aggressiv verhält, kann das folgende Gründe haben:


o Sie fühlen sich von Gefühlen überwältigt. Kinder, die mit Autismus, ADHS oder Epilepsie zu kämpfen haben, empfinden oft Angst und Stress, den sie ihrer Umgebung nicht mitteilen können. Wenn eine Situation Ihr Kind ängstlich macht, wird es handeln, um Sie dazu zu bringen, es aus der Situation zu entfernen.

o Viele Kinder reagieren überempfindlich auf Dinge wie Geräusche und Berührungen. Sie können laute Geräusche als schmerzhaft empfinden. Ein aggressives Verhalten kann eine automatische Reaktion auf körperliches Unbehagen sein.

o Sie verstehen möglicherweise nicht, was um sie herum vor sich geht. Kinder haben möglicherweise Schwierigkeiten in Situationen, in denen viele Menschen anwesend sind oder wenn ihnen Dinge nicht auf eine Weise erklärt werden, die sie verstehen können. In diesem Fall kann Ihr Kind aus Frustration reagieren.

o Kinder können ihr Verhalten nutzen, um sich aus einer Situation zu befreien, die ihm nicht gefällt. Kinder lernen sehr schnell, dass eine Möglichkeit, einer unangenehmen Situation zu entkommen, darin besteht, sich so zu verhalten, dass man sie aus der Situation herausholt. Selbst wenn ein Kind zur „Strafe“ aus einer unangenehmen Situation herausgeholt wird, ist das Herausholen aus der Situation eine Belohnung.


Leider zeigt die Forschung, dass Kinder ihre Verzweiflung am häufigsten gegen ihre Bezugspersonen richten…


Kinder mit ADHS, Autismus oder Epilepsie haben sicherlich Auslöser, die mit ihrem Krankheitsbild zusammenhängen. Wenn Sie als Eltern die Auslöser verstehen, die zu dem Verhalten Ihres Kindes führen, können Sie Wege finden, um mit diesen unerwünschten Verhaltensweisen umzugehen. Dabei kann die 🦁 Symba Eltern-Kinder-App 🦁 📱 helfen.


Auslöser, die Ihr Kind erleben kann, sind unter anderem:


o Beunruhigende sensorische Reize: Wenn Ihr Kind überempfindlich auf äußere Reize reagiert, werden Sie vielleicht feststellen, dass laute Geräusche, grelles Licht oder überwältigende Gerüche Ihr Kind aus der Fassung bringen.

o Schlafmangel: Kinder haben oft Probleme mit dem Schlaf. Leider bedeutet das nicht, dass Ihr Kind nicht genauso viel Schlaf braucht wie andere Kinder auch. Sie werden häufig feststellen, dass Ihr Kind eher zu aggressivem Verhalten neigt, wenn es zu wenig Schlaf hat.

o Medikamente: Es kann sein, dass die Medikations-oder Dosierungsänderung die Anfallsrate erhöht. Eine aktuelle Studie hat nun gezeigt, dass sich das Risiko, epileptische Anfälle zu erleiden, um über 30 % erhöht, wenn man auf ein Medikament mit demselben Wirkstoff eines anderen Herstellers umsteigt.

o Unregelmäßige Medikamenteneinnahme: In der Literatur wird berichtet, dass ca. 30 bis 50 % der Patienten zumindest gelegentlich ihre Medikamente unregelmäßig einnehmen.


Wir nennen dies „medizinische Ereignisse“ in der Symba-App 🦁📱. Sie können diese regelmäßig in der 🦁 Symba Eltern-Kinder-App 🦁 dokumentieren, es in Bezug zum Wohlbefinden ihres Kindes setzen und den Kinderarzt darüber informieren.


Für Eltern und Kinder ist dies sehr einfach in 3 Schritten zu machen:


1. Definieren Sie die Symptomatik, die Sie regelmäßig dokumentieren wollen. Unser Ziel ist es, diese zu eliminieren oder zu reduzieren:

a. Anzahl der Anfälle?

b. Kopfschmerzen?

c. Fieber?

d. Wutausbrüche?

e. Aufmerksamkeitsstörung?

f. Verdauungsprobleme?

g. Erbrechen?

Ihr kennt Eure Kinder am besten und ihr könnt (evtl. auch zusammen mit ihrem Kinderarzt) entscheiden, was ihr beobachten und dem Kinderarzt strukturiert zurückspielen wollt.


2. Beobachten Sie Auslöser sowie medizinische Ereignisse und dokumentieren Sie diese:

a. Medikamentenwechsel?

b. Dosierungsänderung?

c. Wetter?

d. Stress?

e. Licht?

f. Geräusche?

g. Feier?

h. Psychologische Hilfe

i. Ergotherapie

j. Physiotherapie

k. Sport

l. Hospitalisierung

m. OP

n. …


Jedes Kind ist individuell und Sie können sowohl Auslöser als auch Ereignisse selbst definieren. Symba 🦁 wird diese in Bezug zu der oben gewählten Symptomatik setzen damit Sie wissen, wie Auslöser sowie medizinischen Ereignisse das Wohlbefinden ihres Kindes beeinflussen.


3. Symba PDF-Bericht ausdrucken und zum nächsten Termin mitnehmen. Unser Bericht fast auf 2 Seiten folgendes für die Kinderklinik, das sozialpädiatrische Zentrum und den Kinderarzt zusammen 🏥 👩🏼‍⚕️:

a. 📊 Symptomintensität von [1-10] in der häuslichen Pflege – zeigen Sie ihrem Kinderarzt, wie es ihrem Kind Zuhause geht.

b. 📈 Positive und negative Effekte der Auslöser sowie medizinische Ereignisse auf die Symptomintensität – reduziert Sport die Anzahl der Anfälle? Erhöht der Schlafmangel die Kopfschmerzen?

c. ✉️ Wichtige Kommentare, Beobachtungen oder Fragen, die Sie ihrem Kinderarzt mitteilen wollen und evtl. bis zum nächsten Termin vergessen würden.


Wir arbeiten mit führenden Kinderärzten, Kinderkliniken sowie sozialpädiatrischen Zentren zusammen und wollen häuslichen Beobachtungen, genauso wie Labortests, standardisieren und Teil der ärztlichen Intervention werden lassen. Die 🦁 Symba Eltern-Kinder-App 🦁 ist für Kinder und Eltern mit chronisch seltenen Erkrankungen entwickelt worden und ist die weltweit einzige App, um Eltern medizinisch und sozial zu verbinden.


Wie geht ihr mit dieser Jahreszeit um? Welche Auslöser und medizinische Ereignisse beobachtet ihr?


140 Ansichten0 Kommentare